Dein Knie tut weh. Aber liegt die Ursache wirklich im Knie? Im Video zeige ich dir, warum wir in der Osteopathie das Bein als Kette betrachten. Darunter findest du alles zum Nachlesen.
Das Bein als Kette
Vom Fuß über das Knie und die Hüfte bis ins Becken: Jedes Glied gibt Kräfte an das nächste weiter. Verändert sich ein Glied in seiner Beweglichkeit, müssen die anderen ausgleichen.
Der Fuß
Ganz unten steht der Fuß. Er fängt bei jedem Schritt dein Körpergewicht ab. Ein Beispiel: Sinkt das Fußgewölbe beim Auftreten ein, kippt der Kopf des Sprungbeins (Talus) nach vorne innen unten. Weil der Talus in der Knöchelgabel steckt, dreht sich der Unterschenkel mit nach innen. Das Knie kann dabei leicht nach innen wandern, vor allem wenn es gebeugt ist und die Hüfte mitdreht. Wie stark das ausfällt, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.
Das Wadenbeinköpfchen
Am Knie sitzt eine kleine Struktur, die oft übersehen wird: das Wadenbeinköpfchen. Es steht in Verbindung mit dem Sprunggelenk über das Wadenbein, mit dem Knie über das Gelenk zum Schienbein und mit dem Oberschenkelmuskel Biceps femoris, der hier ansetzt. Direkt daran läuft ein wichtiger Nerv vorbei, der Wadenbeinnerv (N. fibularis communis).
Der Psoas
Oben an der Hüfte setzt der Psoas an. Das ist ein tiefer Muskel, der vom Oberschenkel über das Becken bis zur Lendenwirbelsäule zieht. Dort liegt er direkt neben den Schenkeln des Zwerchfells.
Beide Richtungen
Störungen können sich in beide Richtungen fortsetzen: vom Fuß aufwärts bis in den Rücken oder vom Becken abwärts bis ins Knie und in den Fuß.
Merksatz
Wo es wehtut, ist nicht immer dort, wo es anfängt. Deshalb schauen wir uns bei Beschwerden im Bein die ganze Kette an, nicht nur die Stelle, die wehtut. Im nächsten Teil geht es darum, was ein altes Umknicken mit dem Becken zu tun haben kann.
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Allgemeine Information, ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlich abklären lassen.

